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| Xevious 3D/G+ |  | | Sony PlayStation, Namco (1997) |  | Was Irem 1998 mit R-Type Delta gelang hatte Namco schon etwas früher geplant. Die dreidimensionale Neuauflauge eines Klassikers - in diesem Fall Xevious aus dem Jahre 1983. Auf der CD befindet sich aber nicht nur das polygonale Remake des System 11 Boards sondern als Dreingabe auch noch 3 nahezu identische Versionen des Originals. (Xevious, Super Xevious und Xevious Arranged)
Im Kontrast zum Original besitzt Xevious 3D/G keine Rücksetzpunkte. Bei Lebens-/Continueverlust setzt ihr das Spiel stets an derselben Stelle fort. In den Options reguliert ihr den Schwierigkeitsgrad in 4 Stufen, ändert die Anzahl der Leben, entscheidet euch für den Original oder arrangenden Soundtrack oder ändert die Button-Belegung.
[START GAME]
Euer Solvalou Kampfschiff (NEIN, hierbei handelt es sich nicht um einen schnittigen, gelben Sportwagen) ist mit 2 Waffensystemem ausgestattet. Die Primärkanone lässt sich durch drei unterschiedliche Power-Ups aufrüsten. Überall in den Levels sind Kapseln verstreut, die bei Beschuss rote, grüne oder blaue Items freigeben, die dem Standard Schuss mehr Streuung verleihen oder ihn durch zielsuchende Raketen bzw. einen grünen Laser ersetzen.
Wiederholtes Aufsammeln ein und desselben Items erhöht die Intensität der aktuellen Waffe. Die Sekundärwaffe ist ausschließelich für die feindlichen Bodentruppen zuständig und erleichtert das Zielen wie bei Layer Section durch die Anzeige eines Fadenkreuzes.
Die roten, zielsuchenden Raketen treten in zwei unterschiedlichen Schusstypen auf. Die erste Gruppe widmet sich den feindlichen Jägern in der Luft, Typ 2 bekämpft die Bodentruppen. Also alles wie gehabt: Ich lege meinen Daumen auf beide Tasten um ständig simultan zu feuern und beide Ziele mit Kanonen einzudecken. Das taktische Element dieses Schusses beruht jedoch darauf, dass sich beide Laser EINE Energiezelle teilen. Bei simultaner Benutzung beider Waffen verringert sich somit die Intensität um 50%, was zur Folge hat, dass ich fortan bei Bodenzielen nur den zweiten Schusstyp abfeuer und die Luftraketen unbenutzt lasse. Nach einer gewissen Einspielzeit lernt man dieses System effektiv zu nutzen und kontert bei schnellen Luft-Boden-Luft Angriffen mit rasamten Wechsel der Waffen.
Thematisch reichen die Level von kargen Polygonlandschaften in trostlosen Wüsten/Wäldern bis hin zu High-Tech Arealen und Fabrikkomplexen. Die Optik kommt dabei mit relativ wenigen Polygonen aus und wirkt arg kantig. Auf Texturen hat man teilweise verzichtet und den Gegenständen stattdessen durch statisches Shading etwas Dreidimensionalität verliehen. Vereinzelt eingesetze Grafikeffekte wie gebündelte Laser sowie einige Schusseffekte sehen trotzdem ganz nett aus. Um aus der 3D Grafik zu profitieren wurden bestimme Szenen aus dem orig. Xevious entnommen, wie bpsw. die rotierenden Plattformen oder heranfliegende Endbosse und mit akzeptablen Kameraschwenks präsentiert, die allerdings den fulminanten G-Darius Perspektiven nicht im Entferntesten das Wasser reichen können.
Ob man das Gegnerdesign mag oder nicht ist Geschmackssache. In einer Szene präsentiert sich das Kanonenfutter als (ähnlich wie bei Viewpoint) rotierende Kreise, in einer andren Szene verwandeln sich zwei paralelle Landebahnen in Sekundenbruchteile in kleine Rechtecke und attackieren euch aus einer first-person ähnlichen Perspektive. Das mag zwar stylisch und etwas abgehoben sein, ich persönlich bevorzuge es aber dann doch, ab und an mal einem Endgegner mit Charisma und Identität gegenüberzutreten. Das gesamte Ambiente des Shooters ist imo relativ kalt und nüchtern gehalten,...überall auf der Oberfläche befinden sich graue, farblose Gebilde die stes mit ein und denselben Kugeln auf euch feuern.
Musikalisch werden öde Techno-Tracks geboten, denen es an eingängiger Melodie sowie Abwechslung fehlt.
Die Level sind allesamt etwas kurz geraten, auf Grund des gehobenen Schwierigkeitsgrades, der Stufe für Stufe spürbar anzieht ist man allerdings länger damit beschäftigt dem finalen Boss das Garaus zu machen. Teilweise bieten die Level Abzweigungen bzw. mehrer Wege um zum Stage-Boss zu gelangen, die man durch das Zerstören einer bestimmten Gegnerfolge erreicht. Nach erfolgreichem Level-Abschluss erfahrt ihr an Hand einer Statistik wieviel Prozent der Feinde ihr in der jeweiligen Stufe eliminiert habt.
Fazit:
Xevious 3D/G+ ist um es kurz zu sagen langweilig. Es gibt nur ein Schiff und 3 verschiedene Waffen, war selbst für einen Shooter aus dem Jahre 1996 einfach zu wenig ist. Das leichte Kippen der Perspektive beim Fliegen nach oben und unten erschwert schnelles Ausweichen und kostet das ein oder andre Leben. Die Gegnervielfalt ist nicht gerade berauschend, die Level zu gradlinig und der Raum für Verbesserungen zu gering. Fans des Originals wagen einen Blick, nicht zu letzt da sie noch 3 Versionen des Klassikers miterwerben, allen andren rate ich vom Kauf ab, da es für die PS mit Raiden Project/DX oder Raystorm/-Crisis weitaus bessere vertikal Shooter gibt. |  | |  | C. Ostermann, 07.02.2008
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